Freitag, 15. Januar 2016

Tag 1 – Mechernich/Eifel

Probanden: Bine, Tobias und Karl

Sport: Wohnmobil einräumen

Essen: Möhren-Kokos-Suppe, Spaghetti mit Pesto aus Walnüssen und Feldsalat mit Erbsen und Granatapfelkernen

Da waren wohl die Augen größer als der Mund oder eher die Euphorie größer als die eigene Courage oder warum kullern mir Krokodilstränen über die Wangen anstatt mich an meinem Abreisetag auf das Abenteuer zu freuen? Das Gute ist, dass ich mich schon fast 47 Jahre kenne und weiß, es geht vorbei. Ich bin noch nie so ein Wohnmobil selbst gefahren, der einbrechende Winter macht mir ehrlich gesagt etwas Angst und alle die und andere unterschwelligen Ängste verhageln mir halt die Vorfreude.

Paperlapapp, Vorfreude ist überbewertet. Das Erlebnis an sich steht im Vordergrund.

Mit Öffentlichen geht’s zur Abholung des Wohnmobils und zwei Dinge bereiten mir die erste Freude am Tag: 1. Das Wohnmobil hat entgegen meiner Anmietung (man bezahlt ja für alles extra) ein Navi, so muss ich mein Smartphone nicht bemühen. Und 2.: Es verfügt über eine wunderbare Rückfahrkamera. Das hatten unsere Urlaubswohnmobile noch nie und das erleichtert das Einparken, wie ich schon kurz später festellen kann, enorm.

Die Einweisung in all die notwendigen Dinge nehme ich unaufgeregt – hier kenn ich mich ja aus. Und 45 Minuten später sitze ich hoch zu Ross auf meinem Schaukelmobil und lasse mich vom Navi Richtung Heimat dirigieren. Ein Glück, ein Glück.. das Navi führt mich einmal anders herum um Köln, ich darf mit dem Ding nicht auf die Leverkusener Brücke, in deren Nähe ich ja bekanntlich wohne. Wiegt halt über 3,5 Tonnen.. ich wäre wohl recht naiv ohne Navi, das alle Einstellungen für große Gefährte besitzt, direkt mal in die Falle gefahren, so muss ich
„nur“ ca. 30km Umweg fahren.
 
Ich schaffe es, alle Küchenutensilien und so unnötige Dinge wie Kleidung und Bücher einzupacken. Ich schaffe es nicht, trotz zur Hilfenahme einer kleinen Leiter mein Fahrrad auf den Radständer zu hieven, der intelligenter weise ca. 2m über dem Boden angebracht ist. Rad muss also zu Hause bleiben, im Schnee radelt es sich aber eh nicht gut. Und bei einsetzender Dunkelheit und Freitag-Abend-Stau hangel ich mich Richtung Eifel zu meiner Freundin Bine – natürlich wieder einmal falsch um den Pudding bzw. Köln – lästig so eine Brückensperrung.

Es steht sich gut auf der A3 im Stau – Bine kocht schon mal ein bisschen vor. Angekommen, nachtfest gemacht, Küche geentert (für die Küche würd ich ja noch mal umziehen, echt jetzt mal) und mir Instruktionen am Thermomix geben lassen. Ich könnte ja jetzt einen eigenen Blogentrag mit Für und Wider dieses Gerätes schreiben aber das lassen wir hier.






 
Mit Bine und Tobias kocht es sich entspannt, mit dem Thermomix auch und so geht mein erster Abend mit guten Freunden, schönen Gesprächen, hervorragendem Wein und gutem Essen zu Ende. Gegen 23.00 Uhr hüpfe ich angstfrei (wichtig) in mein Schaukelmobil. Die Nacht ist kurz aber das lernen wir auch noch.



Und das Koch-Selfie des Tages:


Danke!

Kommentare:

  1. Liebe Anja, kann nur wiederholen, eine geniale Idee, die du jetzt verwirklichst, toll, umso mehr freue ich mich, wenn du ans Meer kommst. Aber vorher noch zahlreiche andere schöne Etappen. Wünsche dir ganz viel Glück auf allen Wegen, pass' gut auf dich auf !

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  2. Liebe Anja,
    Notiz an mich: Anjas Berichte immer erst nachmittags lesen, sonst rennst du um halb 9 hungrig in die Küche und stellst Nudelwasser auf! ;)
    Du bist unterwegs! Ich finde das super und toll und überhaupt bin ich so gespannt, wo du überall sein wirst und freue mich auf dich. :D

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  3. Ich finde es einfach so supertoll, was du da vorhast und freue mich schon total auf dich! Bis ganz bald!! :-)

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  4. Liebe Anja,

    ein schickes Gefährt hast Du da!

    Ich wünsche Dir für die kommenden Wochen allzeit gute Fahrt, viele wunderbare Begegnungen, besten Schlaf und bestes Essen.

    Der Einstieg ist gelungen und ich freue mich auf viele interessante Beiträge hier! .-)

    Liebe Grüße
    Volker

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  5. Liebe Anja,

    der Auftakt ist geglückt! Ich bin sehr gespannt auf Deinen nächsten Beitrag ;-) Es war mir ein Vergnügen. Ein sehr großes sogar!

    Liebe Grüße
    Rainer

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  6. Schön, dass du gut losgekommen bist trotz Wintereinbruch. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und gutes Essen und werde deine Reise weiter verfolgen!

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  7. Dann bist Du nun also unterwegs - ich freue mich auf Dein Berichten!

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