Montag, 25. Januar 2016

Tag 11 - München

Probanden: Uschi, Sylvia, Stefan und Special Stargast: Jerry

Sport: Waldspaziergang

Essen: Feldsalat mit Austernpilzen und Croutons, Süsskartoffel-Rosenkohl-Curry mit Granatapfelkernen, Obstsalat

Den Tag starte ich mit einem gemeinsamen Kaffee/Frühstück noch mit Lizzy und der Möglichkeit, meinen Blog zu schreiben und hochzuladen.

Aufgrund meiner Erfahrung der Tour von der Schweiz suche ich mir eine Entsorgungsstation und steuere sie an und gerate in tiefe Abgründe der Menschheit. Die Entsorgungsstation ist am Olympiastadion, dort stehen auch 2 nächtigende Wohnmobile auf dem Parkplatz, den man durch die Schranke befahren darf - 45 Minuten hat man Zeit, bevor der Parkplatz mit 15 Euro zu Buche schlägt.

Ich kurve mit dem Schaukelmobil über den nicht kleinen Parkplatz und entdecke die Entsorgungsstation endlich. Das Bild, das sich mir dort bietet, möchte ich mit Worten nicht beschreiben. Aber ich wollte die Exkremente meiner dort vorher entsorgenden Menschen eigentlich nicht sehen. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Die Station ist über den Winter geschlossen, es gibt kein fließendes Wasser, mit dem man spülen kann und trotzdem kippen die Leute ihr Zeugs dort hin und ich frag mich, warum sich das nicht zersetzt hat... dafür heißt das Ding doch Chemietoilette. Zur Eurer Beruhigung: DAS hab ich nicht fotografiert.

Weg von diesen unappetitlichen Dingen schlage ich gegen 11.00 Uhr sanft bei Uschi auf. Uschi für die, die sich nicht kennen, gehört ebenfalls zur damaligen Münchner Laufgruppe und wir kennen uns irgendwie schon über 10 Jahren - die Zeit vergeht, das ist unglaublich.

Empfangen werde ich mit einem selbst gepressten Möhren-Apfel.... Saft (hab nicht mehr alle Zutaten an Lager, war aber lecker) und einem Karotten-Kokos-Kuchen.

Wir ratschen, wie man hier in Bayern wohl sagt, ne ganze Weile. ich darf meine Wäsche in die Müllersche Waschmaschine schmeißen. Das ist doch jetzt echt mal nötig. Aufgehangen wird sie auf unserer Canada-Urlaubswäscheleine im Führerhaus - ich finde, das klappt ausgesprochen gut.

Jerry, Uschis Hund, ist ein etwas scheuer Geselle und um so mehr freue ich mich, als er sich darauf einlässt, mit mir zu spielen.


Uschi hat mir einen entspannten Tag versprochen und es sei vorab gesagt, dass es genau so war. Im Kreuzlinger Forst gehen wir mit Jerry in der schönen Sonne spazieren und versuchen, uns nicht den Hals auf dem Eis zu brechen.

Jerry entpuppt sich als perfektes Model für meine Fotos.





Irgendwann wird der Weg batzig (baaaaazig gesprochen), also matschig. Jerry findet das klasse und buddelt nach Mäusen im Schlamm. Steht ihm gut, finde ich.



Noch einmal fliegender Hund auf Eis.


Am Abend kommt Sylvia (Abe) vorbei und Stefan von der Arbeit. Uschi werkelt alleine in der Küche, heute ist meine Schürze nicht zum Einsatz gekommen.

Sylvia bringt uns wunderbare Blumen mit, die jetzt mein kleines Wohnmobil schmücken.


Die Kochergebnisse sind phantastisch - seht selbst. So wie es aussieht, hat es auch geschmeckt. Wir plaudern über alte Zeiten, Foren, Läufe usw. und natürlich übers Kochen und schwupps ist auch schon wieder dieser schöne Tag vorbei.


Es bleibt mir, mal wieder für eine wunderbare Gastfreundschaft zu danken, Sylvia dafür, dass sie noch vorbei gekommen ist. Ihr seid wunderbar.

Kommentare:

  1. So langsam erahne ich die wahre Absicht deines Trips: sich einmal so abwechslungsreich und lecker wie möglich durch fremde Küchen futtern ;D Keiner der besuchten Probanden will sich lumpen sondern im Gegenteil veganstmöglich inspirieren lassen und legt sich richtig ins Zeug. Sehr klug eingefädelt :p

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  2. Ich protestiere heftigst! Aber ich geb zu, dass es jetzt auch nicht ganz doof ist. Aber ich würd auch kochen. Ich glaub das weißt du! 😀

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  3. Der Saft bestand aus Karotten, Äpfeln, Orange und Ingwer. Endlich mal wieder den Entsafter bemüht.
    Anja hätte sicher gerne gekocht - immerhin ist ein ganz tolles veganes Kochbuch mit an Bord - aber ich bekoche auch gerne Gäste. Und die Küche ist zu klein für zwei (behaupte ich einfach). ;-)

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    1. Uschi, das hast Du klar unter Beweis gestellt und mir geht es ja genau so. Ich koche gerne und hätte da gerne so wenig Hilfe wie möglich in der Küche. :-)

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  4. Natürlich weiß ich das, Anja! Und dachte wiederum meinerseits, dass das klar wäre - online-Kommunikation hat so seine Tücken, wir sprachen darüber ;) Ich bin absolut überzeugt, dass ich mich genauso gut hätte zurücklehnen, dir alles alleine überlassen können und wäre in den Genuss eines von dir gezauberten Feinkostmenüs gekommen. Keine Frage!

    Aber, und da kommt dann auch Uschis Statement vom "gerne Gäste bekochen" ins Spiel: das geht ja nicht nur dir so, Uschi. Ich mache das auch gerne und meinte es absolut ernst, als ich schrieb, ich fühlte mich geehrt und beschenkt, Anja (und dann noch an ihrem Geburtstag) bewirten und "umsorgen" zu dürfen. Anja mag es nicht geplant haben, schafft aber durch diesen Umstand, dass beide was davon haben, zuhauf die klassischen win-win-Situationen ;-D

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    1. Alle ist klar. Ich hab es genau so empfunden - Win-Win-Verältnis. Wobei ich den Eindruck hab, dass ich besonders viel Win hab. :-)

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  5. Liebe Anja,
    keine Sorge! Bei mir darfst du gerne aktiv werden! ;)

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  6. Ein schöner entspannter Tag - auch das braucht es zwischendurch! :-) und was für ein Wetter... perfekt für ein Spaziergang im Schnee!! :-)

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