Dienstag, 26. Januar 2016

Tag 12 - Chiemsee

Probanden: Anja and her mobile home

Sport: Kieser, Spaziergang über Herrenchiemsee

Essen: Sojanudeln mit veganem Gulasch

Die liebe Gabriele hatte mir Tipps gegeben. Es waren zu viel für einen Tag aber den, Herrenchiemsee und das Schloss von Ludwig II zu besuchen, das steht fest. Zumal das Wetter verspricht, gar königlich zu werden.

Aber das versteckt sich erstmal. Die Autobahn führt in Richtung Alpen und der Anblick an sich ist schon ein Traum.




Keine Angst, die Fotos wurden nicht aus der Hüfte sondern von Parkplätzen aus geschossen.

In Prien am Chiemsee hole ich mir Informationen für potentielle Übernachtungs- und Chemietoiletteentladungsmöglichkeiten (datt issn Wort, was?).

Als ich dann mit dem Boot auf die Herreninsel übersetzen möchte, öffnet sich pünktlich der Himmel und die versprochene Sonne strahlt mit mir um die Wette. Wie schön ist das denn?




Der Weg zum Schloss führt 20-25 Minuten über die Insel. Die Sonne sorgt für schöne Stimmungen, indem der Schnee direkt von gefrorenem zu "gastförmigem" Aggregatzustand mutiert.




Die Zeit bis zur Führung im Schloss nutze ich für ein Picknick in der Sonne.



Schaut Euch den blauen Himmel an.


Im Schloss darf nicht fotografiert werden. Aber es ist der Hammer. Erstmal ist es hammerkalt, dann ist es hammer-prunkvoll und dann ziemlich unfertig. Der gute Ludwig II hat nur 10 Tage in diesem Schloss gewohnt, sich aber Zimmer herrichten lassen, die noch nicht mal bewohnt waren. Wenn man dann weiß, dass Herr Ludwig ziemlich menschenscheu war und noch nicht mal ne riesige Gästeschar durchgeführt hat, dann ist es schon ziemlich verrückt. Aber so ein wenig anders, war er schon.

Ich gönne mir ein Selfie mit Herrn Ludwig im angrenzenden Museum.





Ich flaniere über die Wanderwege - absolut allein. Der Winter bei dem Wetter ist wohl optimal für die sonst von Touristen überflutete Insel. Ich bin mit mir allein und wir zwei verstehen uns sogar ganz gut - das ist nicht selbstverständlich.


So gönne ich mir ein Sonnenbad und genieße die Ruhe.


Ich suche mir einen richtigen Campingplatz aus - Facilities werden benötigt. Interessanterweise befinde ich mich bei Ankunft in einer mir bekannten Gegend. Hier hab ich in meinem ersten Leben ein paar mal Urlaub gemacht. Ich wusste es nicht mehr.


Da Naivität zu meinen immer wiederkehrenden Eigenschaften gehört, checke ich kurz per pedes die Speisekarte der Gaststätte "Zur Post". Also.. vegetarisch ist schon schwer, vegan unmöglich. Ich gönne mir ein "Halbes" und mich schaudert die Schlachtplatte, die am Nachbartisch den Handlungsreisenden unter "ohhh" und "ahh" gereicht wird. Neee... da geh ich doch lieber zurück in mein Schaukelmobil und koch mir selbst was.



Es wird ein schöner Gulasch auf Sojanudeln (die ich noch zu Hause hatte und zum Verzehr einfach mal eingepackt hatte).

Auf dem Bild möchte ich mal vermerken, wie viel Spül ich für eine Person unter widrigen Bedingungen noch konstruieren kann.


Es war ein Traumtag mit Traumwetter, Traumkulisse und leckerem Essen.

Kommentare:

  1. ...wie schön Du uns immer mitnimmst, my dear! - Und die Fotoooos: Boah! Hammer. Hamm-mär!!

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    1. Dicker Schmatzer nach Kölle, Frau Montana! Schön, dass ich Dich dabei weiß!

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  2. Ähmm ... Ich hätte schwören können, hier gestern einen Kommentar hinterlassen zu haben ... In welchem ich anmerkte, dass Schloss, Kini und die herrschaftliche Umgebung nicht nur wunderbar abgelichtet wurden von dir sondern dir auch noch sehr gut stehen ;)

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    1. Wahrscheinlich das blöde blogspot wieder - wenn man vom Ipad aus kommentiert, verschluckt das ja irgendwie. Unter Spam hab ich nix gefunden. Aber danke Dir! :-)

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  3. Und wieder ein schöner Tag, davon zeugen Bilder aus einer Region Deutschlands, die ich noch nicht kenne. Ein echtes Versäumnis! Ok, kulinarisch jetzt nicht so, denn selbst als Omnivore möchte ich keine Schlachteplatte vor mir stehen haben. Aber wenigstens das Bier schmeckt! ;-)

    Viele Grüße,
    Anne

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    1. Ich kann die Schlachtplatte ja noch mal beschreiben. Eine Tablett voller Pommes und darauf lagen verschiedene gebratene Tierteile übereinander. Hätte man eine 10köpfige Familie von ernähren können und das schaufelten sich zwar "echte Kerle" rein. Ich fands ziemlich bäh und ja... das hätte ich auch zu omnivoren Zeiten schon bäh gefunden. ;-)

      Das Bier schmeckte, sehr! :-)

      Aber landschaftlich ist das hier ein Träumchen. Vielleicht mache ich auf der Rückfahrt ja noch mal halt.

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  4. Eine schöne Gegend und ein prunkvolles Anwesen, liebe Anja.

    Ich bin auch schon dort gewesen. Das ist zwar schon viele Jahre her, aber es war trotzdem noch in diesem Leben. Ich weiß gar nicht, ob ich ein erstes Leben hatte ;-)

    Liebe Grüße
    Volker

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  5. Was für ein herrlicher Tag mit allem, was das ♥ erwärmen kann - so kann es weitergehen ! YES !!

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  6. Liebe Anja,
    einfach nur traumhaft! Ich hätte überhaupt nicht gedacht, dass dort im Winter geöffnet ist. Aber so konntest Du alles ganz ohne Menschenmassen genießen. Und dann noch bei dem Wetterchen ... wenn Engel reisen eben!
    So kann es doch weitergehen, oder?
    Liebe Grüße
    Elke

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  7. Noch so ein herrlicher Tag - Sonne, Entspannung und Ruhe... :-)

    Das glaube ich Dir gerne, dass vegan im Gasthaus schwer ist! Zum Glück hast Du ja Deine eigene Küche dabei! Das Essen sieht schon wieder so lecker aus :-)

    Liebe Grüße Anna

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