Sonntag, 17. Januar 2016

Tag 2 – Trier


Probanden: Anne, Rainer und Karin

Sport: nix

Essen: Möhren-Apfel-Walnuss-Rohkost, Mediterranes Linsengericht mit Kichererbsen, Mousse au chocolat

Nach einer Gott sei Dank unspektakulären Fahrt durch die verschneite Eifel komme ich pünktlich in Olewig bei Trier an. Ich erkenne die Richtigkeit des Treffpunktes an munter hüpfenden Laufgruppe, die die Straße lang kommt und der gelben Jacke, die in die gleiche Straße abbiegt, die mir mein Navi vorgibt. Rainer!

Anne ist bereits mit der kompletten Auslage der Bäckerei aufgelaufen und so können wir uns direkt ans Frühstück werfen. Der Einzige, der das wohl wirklich von der Kalorienbilanz verdient hat, ist Rainer mit 22km am frühen Morgen in den Beinen. Aber von solchen Nichtigkeiten lassen wir uns nicht abhalten. Was können wir wohl dafür, dass wir Laufverletzte sind. Obwohl ich alle 3 nicht kenne, ist es wie bei so vielen Blogger-Treffen. Man fühlt sich direkt heimisch. So stelle ich Fragen, die ich immer schon mal stellen aber nicht zu fragen wagte.

Aber irgendwann in der Zeitpunkt gekommen, da wird es ernst – hier muss jetzt mal Butter bei de Fische oder Alsan zum Tofu. Was wird heute Abend gekocht? Wir werden uns zum Mediterranen Linsengericht einig, ich verspreche Tofu ohne Tofugeschmack für die Nachspeise. Und schon geht’s an mein persönliches Touristenprogramm.

Trier von oben mit geschichtlichen Erklärungen. Wir besichtigen das Amphitheater und turnen für Anne’s Knie gefährlich über die Ränge. Anne verabschiedet sich für Quarkwickel und Lebensmittelshopping nach Hause und Rainer zeigt mir Trier.


Den Dom, die Liebfrauenkirche (fast) aber vor allen Dingen den wunderbaren Kreuzgang. Die Porta Nigra darf nicht fehlen und viele, viele geschichtliche Erklärungen. Schön wär ja, wenn ich mir davon etwas merken könnte. Rainer hat alles Zahlen und geschichtlich relevanten Dinge im Kopf. Bewundernswert.



Bewundernswert ist weiterhin die einziehende Kälte. Ohren, Füße, Hände.. alles kalt und wir wärmen uns gemeinsam mit Karin in Teestube auf. Schnell noch die letzten Zutaten im Biomarkt gekauft und wir begeben uns zu Anne, um dort die Küche zu entern.

Es gibt Sektempfang und Rote-Bete-Merrettich-Schnittchen. Und während Rainer sich auf die Ränge zum Zuschauen zurückzieht, schwingen die Damen die Kochlöffel. Wobei: Rainer geht uns tatkräftig bei der Öffnung der Tomatendosen zur Hand – was ihm zumindest zu 50% gelingt.

Das Ergebnis der Kocherei sieht optisch aus wie im Kochbuch und lässt uns auch geschmacklich nicht im Stich. Der Rohkostsalat von Anne passt erfrischend dazu und zum Schluss bleibt wenig Platz für die Mousse, die hoffentlich den „Probanden“ das Thema Tofu etwas näher gebracht hat.


Wir jammern auf hohem Niveau über Gewicht bzw. der Reduzieren dessen, besprechen Blogs und Bücher und ich fühle mich in meiner Auszeit angekommen. Wie schön ist das denn.

Es war ein bunter, voller, toller Tag mit netten Menschen – großartig.

Die nachhaltig vorgetragenen Einladungen zum Frühstück und Kaffee muss ich ausschlagen. Schließlich muss ich ja wieder weiter. Der nächste Treffpunkt wartet und eine Nacht mit zumindest ein wenig Schlaf auch.

Koch-Selfie des Tages:

Kommentare:

  1. Ach, toll, toll, toll!
    Ich hab' schon wieder Pipi in den Augen vor lauter Mit-Freude, was für ein tolles Abenteuer mit so lieben Menschen! ;)

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  2. Ist das cool, liebe Anja.

    Bekannte Gesichter, bekannte Umgebung, bekanntes Geschichtliches.

    Wird das hier noch eine aufregende Zeit. Ich bin begeistert!

    Liebe Grüße
    Volker

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  3. Vielen Dank für deinen Besuch, liebe Anja - wie gestern zum Abschied noch gesagt: Es war ein richtig schöner Tag (auch wenn ich das Sightseeing-Programm teilweise streichen musste). Und die Tofu-Mousse au chocolat war wirklich köstlich. Überzeugt!

    Viele Grüße & viel Spaß - ich werde deine kulinarische Kreuzfahrt gesapnnt verfolgen!
    Anne

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  4. Ich freu mich jeden Tag schon ganz ungeduldig auf den nächsten Bericht! Was für eine tolle Sache du dir da ausgedacht hast! Wirklich wunderbar! Es dauert ja nicht mehr lang, und dann kochen wir zusammen :-)

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  5. Liebe Anja,

    vielen Dank für Deinen Besuch und die kulinarische Inspirationen. Es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich vor Erzählfreude den Weg in die Liebfrauenkirche unterachlagen habe. Ein wenig schade, dass ein zweites gemeinsames Frühstück ausfallen musste, aber Du hast achließlich ein dichtes Programm auf Deiner Reise.

    Weiterhin viel Spaß. Es dürfen sich noch viele nette Menschen über Deinen Besuch freuen.

    Geschmeckt hat es übrigens wunderbar!

    Liebe Grüße
    Rainer

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  6. Liebe Anja,
    hach, das ist ja wie Fotoalbum von lieben Bekannten anschauen und dazu noch tolle Geschichten und Essen und, und, und...
    Du hast ja ein ganz schön dichtes Programm, wow! :D

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  7. Strammes Programm - und wie ich schon sagte - super Idee !

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  8. Toll, toll, toll! Das liest sich super!

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