Freitag, 12. Februar 2016

Tag 26 - Berlin

Probanden: Anja und ihr Bester

Sport: Stadtwanderung "Skurrile Geschäfte"

Essen: Frische Gemüse-Ravioli geschwenkt in würzigem Rucola-Zitronen-Pesto an mariniertem Wildkräutersalat

Wie oft hab ich auf meiner Tour schon gehört: "Und was sagt Dein Mann dazu, dass Du so lange alleine weg bist?"

Auf jeden Fall war klar, dass er bei einem Teil der Tour dazu kommt und da war Berlin recht schnell sicher. Das ist ja unsere Stadt - durch einen beruflichen Aufenthalt von 1,5 Jahren von ihm waren wir hier häufig - das liegt aber auch schon über 10 Jahre zurück. Haben schöne Wochenende erlebt und die Stadt viel erkundet (es hat Vorteile, wenn die Wohnung so unbequem ist, dass man nur raus will;-))) Und es zieht uns immer wieder hier her, wenn ich auch nicht hier wohnen wollen würde.

Als ich dann also früh von der Ostsee Richtung Berlin weg fahre und die Sonne auf einmal heraus kommt, bin ich schon erfreut. Als ich dann aber den Berliner Stadtring quere, kommen mir Zweifel. So von der ruhigen Ostsee in dieses Berlin-Moloch! Der Plan sagt, dass ich mal schaue, ob ich an dem Hotel, dass er sich angemietet hab, auch mit dem WoMo stehen kann. Fehlanzeige. Zu eng, zu laut. Und letztendlich lande ich auf einem schönen, sehr ruhigen WoMo-Stellplatz mit Dusche, WLan und Entsorgungsstationen - hier kann ich bleiben für die Zeit in Berlin. Puh.. das war knapp. Meine Laune war kurzzeitig schon ziemlich im Keller.

Mit der S-Bahn und all ihren Gerüchen und Geräuschen dann in die Stadt und es zieht uns als Treffpunkt zu unserem "Stammlokal", der StÄV, zum ersten Kölsch.


Mein Bester war im Gegensatz zu mir vorbereitet und hat eine Tour rausgesucht, die uns an skurrilen Berliner Geschäften vorbei führen soll. Sie startet an der Bernauer Straße - schon oft hier gewesen, immer wieder beeindruckend und für mich ein "Muss" bei einem Berlin-Besuch - die Gedenkstätte des Mauerbaus.




Das erste Geschäft bietet Berliner Kuriositäten - gerne auch aus der DDR, wie diese Mitropa-Suppentassen. Ein schöner Schnack mit der Besitzerin des Ladens über den Sinn- und Unsinn von Lebensmittelverpackungen und einer gekauften veganen Limetten-Seife später ziehen wir weiter.


Und finden den nächsten Laden zwar nicht vor aber dafür eine türkische Hochzeitsgesellschaft, die mit lauter Musik und viel Tamtam ihre Hochzeitsfotos und -videos begeht - wir dürfen teilhaben.




Das Selfie mit dem Dom im Hintergrund muss sein und ist für eine liebe Freundin zu Hause. Und wer mir verrät, wie ich mal Lachen kann ohne meine Augen zu Sehschlitzen zu schließen, bekommt ein veganes Essen spendiert.


Apropos Essen - nach einigen Geschäften später ziehen wir Richtung Hotel/WoMo los. In der Nähe suche ich nach einem Restaurant und lande in Köpenick im Ratskeller einen Volltreffer. Es gibt ein veganes Gericht auf der Karte, es gibt eine super aufmerksame Bedienung. Es gibt ein tolles Ambiente und das Essen ist auch noch super, super lecker.


Dann trennen sich unsere Wege - er ins Hotel, ich ins WoMo, das ist erstmal gut aufheizen muss. gute Nacht!

Kommentare:

  1. Liebe Anja,
    wow, was für eine Umstellung. Vom Strand in die große Stadt - und trotzdem so gut gemeistert! Hut ab!!
    Schön, dass ihr nun ein paar Tage gemeinsam verbringen könnt. :)

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  2. Liebe Anja,
    aaah, Berlin! Immer wieder schön, aber sicher ein ziemlicher Kontrast zur vorherigen Station!
    Lachen ohne die Augen zu verengen geht wohl nicht. Bzw. wenn es einer hinbringt, ist es wohl ein künstliches Lachen. Hab mal gelesen, dass man daran eben gerade das echte vom falschen unterscheiden kann. Also hab ich wohl das Essen nicht gewonnen, aber Hauptsache, Du behältst Deine gute Laune, und zwar die echte!
    Ich grüble nur, warum ihr getrennt übernachtet...hm, aber sicher gibts dafür Gründe.
    Habt noch eine schöne Zeit an der Spree!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,

      an dem Essen soll es aber dann irgendwann trotzdem nicht scheitern. ::-)

      Gründe: Zu enges Bett.. schnarchen. :-)

      Gruß
      Anja

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  3. Liebe Anja,

    Das Rätsel um die getrennten Schlafplätze hast Du ja schon aufgelöst. Berlin ist wirklich einen längeren Aufenthalt Wert. Viele Spaß Euch beiden bei allen weiteren Unternehmungen!

    Liebe Grüße
    Rainer

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    1. Lieber Rainer,

      ja, das ist es - vielen Dank!

      Gruß
      Anja

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  4. Liebe Anja,
    das ist ja eine sehr gute Idee, mit einem gemeinsamen Wochenende in Berlin – schön alte Erinnerungen wieder ein wenig hochleben lassen zu können.
    Das vegane Essen sieht wirklich sehr gut aus!!
    Schnarchen ist ein guter Grund um getrennt zu schlafen, denn sonst kommt man unter Umstände gar nicht dazu ;-)
    Liebe Grüße Anna

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    1. Liebe Anna,

      ja, mein schlaf ist mir heilig - ich kämpfe ja sowieso ständig damit.

      Berlin... immer wieder eine Reise wert.

      Gruß
      Anja

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  5. Da geht es euch wie uns: wir sind wirklich gern mal in Berlin, aber da leben wollen würden wir nicht.
    Falls es nicht ohnehin schon geplant ist und es eure Zeit zulässt, lohnt sich auf jeden Falle ein Abstecher nach Potsdam. Neben dem großen Berlin immer ein wenig unterschätzt wie ich finde.

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    1. Liebe Anett,

      Ihr habt es gut - Ihr habt das ja quasi vor der Haustür. In Potsdam waren wir gerade bei unserem letzten Besuch noch. Du hast Recht - es lohnt sich in jedem Falle. Diesmal wird es nicht sein aber bestimmt bei einer der nächsten Touren wieder.

      Gruß
      Anja

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  6. Liebe Anja, ganz schönes Kontrastprogramm - in jeder Beziehung, Frau Strahler !! Pass gut auf dich auf !

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  7. Warum nicht dort wohnen wollen? Ok. - mein Wohntraum ist auch eher was abgeschieden-naturnahes. Aber hätte ich die freie Wahl nur zwischen den 10 größten deutschen Städten, dann wählte ich Berlin. War selber dort zum ersten Mal 1980 - hingefahren offiziell zum Katholikentag weil ich sonst nicht alleine dorthin hätte fahren dürfen. Bin dann aber 4 freie Tage lang mit U-Bahn, Bussen und natürlich zu Fuß alleine durch die Stadt gestrolcht, das Gefühl der Freiheit und Ungebundeheit genießend. Einige Jahre später und wieder alleine einen Schulfreund besuchend (viele meines Jahrgangs zogen hauptsächlich nach Berlin um sich Wehr- und Zivildienst zu sparen und wohnen noch heute dort) ein Abstecher in den Ostteil, in einem Restaurant, das eher aussah wie eine Bahnhofswartehalle unter dem Fernsehturm Rouladen und Rotkohl gegessen als teuerstes Gericht auf der Karte. Wenn ich mich recht erinnere für 1,50Mark und den Rest des zwangsumgetauschten "Eintrittsgeldes" in einer Buchhandlung unter den Linden für das dreibändige "Kapital" von Karl Marx rausgehauen und das dann im Rucksack beim Trampen zurück nach Münster mitgeschleppt ... Und dann natürlich die Läufe dort in den letzten Jahren.

    Jetzt hast du, obwohl Berlin für dich offensichtlich eher "beziehungsbesetzt" ist, bei mir ein nettes Nostalgie-Kopfkino angetriggert. Danke dafür und noch eine gute Zeit dort!

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  8. Antworten
    1. Du sagst es.. nur der blöde Clooney hat sich nicht blicken lassen. Pfft.

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