Freitag, 19. Februar 2016

Tag 30 - Schlaubetal

Probanden: Anett

Sport: Ca. 10km Wandern

Essen: Mediterrane Gemüsepfanne aus der High-Tech-Küche

Die Anett... auch so eine "alte" Internetbekanntschaft aus der Laufen-Aktuell-Zeit. Schon ewig ist man sich virtuell über den Weg gelaufen aber die räumliche Distanz ist nun wirklich so groß, dass persönliche Treffen unwahrscheinlich sind.

Um so mehr freute ich mich, als Anett sich meldete, sich extra einen Tag für mich frei nehmen möchte, um mir das Schlaubetal zeigen. Die "Kenner" der alten Szene können sich noch an die Entstehung des Schlaubetal-Marathons erinnern - damals, als Schnatterinchen noch dort wohnte und das ins Leben rief.

Immer schon wollte ich in dieser schönen Landschaft mal nen Halben bestreiten - nie hat es geklappt. Ok, ein Halbmarathon wird es jetzt auch nicht aber ein halber Halber.

Ich verlasse sehr früh in Köpenick den WoMo-Stellplatz - wir wollen bei Anett gemeinsam frühstücken und gegen 8.30 (hab ich das Recht in Erinnerung?) schlage ich tatsächlich auch dort auf. Nicht aber, ohne vorher schon zu bemerken, wie dünn besiedelt das Gebiet in der Nähe von Frankfurt/Oder ist - ich fahre ewig über Landstraße - durch wunderschöne Landschaften - bis ich vor Ort eintreffe.

Anett so fröhlich und freundlich, wie man das auf den Bildern sieht. Die (beneidenswerte) Küche schon mit Frühstück gedeckt - Aufstrich für mich, Obst, Sojamilch - alles am Start.

Ich bestücke noch die Waschmaschine und dann marschieren wir auch schon los (bzw. fahren noch ein kleines Stück bis zum Wanderweg).

Natürlich sind um die Jahreszeiten alle Landschaften nicht so berauschend, wie im Frühjahr oder hier im Herbst. Trotzdem kann man schon gut erkennen, wie schön es hier ist (deshalb folgen auch viele Bilder).



Die 20 steht hier nicht umsonst am Baum. Das ist DER 20. Kilometer des Schlaubetal-Marathons.


Ein Bilderrahmen lässt uns den Blick auf diesen umgefallenen Baum fokussieren. Hier wird nicht aufgeräumt, sondern alles der Natur überlassen - wie es wohl auch sein sollte.


Ein Zeichen, ein Zeichen... :-)




Anett hat (vegane) Muffins gebacken, Tee gekocht und wir pausieren im Schlaubetal.




Und marschieren nach der Wanderung noch ein romantisches Stück an der Schlaube lang.



Nach dieser wirklich wunderbaren und auch flotten Wanderung gehts kurz heim, Wäsche aufhängen, kleinen Mittagssnack inkl. Piccolöchen ...


 und dann fahren wir nach Neuzelle, um die barocke Klosteranlage Neuzelle anzuschauen.

Wenn man sich vorstellt, dass das die DDR-Zeiten so überstanden hat - diese üppige Ausstattung kennt man ja sonst nur aus süddeutschen Gefilden. Toll.



Und damit die Protestanten nicht ganz blöd aus der Wäsche schauen, gibts für die auch noch ne schicke Kirche - auch Innen pompös ausgestattet, konnten wir aber nur durchs Fenster anschauen.


Auf dem Hin- und Rückweg cruisen wir noch durch die Stalinstadt - stalinistische und schön restaurierte Architektur in Eisenhüttenstadt - einer künstlichen Stadt, ähnlich wie wir das ja auch von unserer Bayer-Town kennen. Fürstenstadt, das man hier auf dem Bild sieht, ist eigentlich der Urpsprung dieser künstlichen Stadt.


Und das, was man in dieser schönen Lichtstimmung sieht, ist Polen - mein Smartphone bekommt den ganzen Tag schon einen Herzinfarkt nach dem anderen - bin ich in Polen? Bin ich in Deutschland? Also.. wir sind sehr nah an Polen.


Und wenn man sich anschaut, was wir alles gesehen haben, ist klar, dass es wieder Zeit fürs Kochen wird. In Anetts beneidenswerter Küche (erwähnte ich das?) gibt es mediterranes Gemüse aus dem Ofen  - aber eben nicht irgendein Ofen sondern ein kombinierter Dampfgar-Ofen. Unser Gemüse ist dann also nicht nur gebacken sondern auch dampfgegart - und lecker - und mit viiiiel Knoblauch.


Zur späteren Stunde kommt dann auch noch der Herr des Hauses und wir quatschen, bis ich mit einem Glas Rotwein zu viel in mein kleines Heim klettere.

Und wieder.. ein toller Tag, eine tolle Begegnung und Anett, ich verspreche... sollte ich mal wieder ne bekloppte Idee haben, ich komme auf Dich zu. Danke für den Verwöhntag!

Kommentare:

  1. Eeeeeeeeeeeendlich mal wieder " Stoff ", habe mich schon gewundert, was mit dir los ist, jetzt bin ich beruhigt !! Anett könnte deine Schwester sein, zumindest vom Aussehen her - und schon wieder Rotwein !!

    Lass' es dir gut gehen, bald fängt der Ernst des Lebens wieder an !! YES !!

    Grüße von der Ostsee !!

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    1. Liebe Margitta, der Rotwein hat mich über die ganze Tour begleitet. Es wird jetzt bald mal Zeit für Abstinenz. :-)

      Stimmt, auf den Fotos sehen wir uns ähnlich.

      Genau, bald fängt der Ernst des Lebens wieder an. No! :-)

      Gruß
      Anja

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  2. Da stimme ich meiner Vorschreiberin zu: ihr seht euch wirklich ähnlich bzw. wirkt ähnlich, scheint vom selben Typ.

    Du meisterst die Tücken der Jahreszeit und Fallstricke des Wetters super! Perfekte Strategie, immer das Beste rauszuholen.

    Die Aussicht von der Festung ist aber wirklich zu jeder Jahreszeit gigantisch!

    Anfangs habe ich mich gefragt, ob auch eine Phase kommen wird, in der du dich und deine Unternehmung ein bisschen oder auch ein bisschen mehr von Außenbetrachtung, Öffentlichkeit und damit auch Blog abkoppeln wirst. Ist es ein bisschen soweit? Wie fühlt sich das an, falls "ja"?

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    1. Nun ja, wenn man im Januar/Februar reist, dann weiß man ja um das Wetter. Bis auf Berlin ist mir das Ignorieren auch ganz gut gelungen. Die Zeit ab Karneval war aber meist wirklich sehr trübe, das drückt dann schon ein bisschen. S. auch Berlin und damit direkt zur nächsten Frage - das hat mir einfach ne Blockade gegeben, das aufzuschreiben. Ansonsten hab ich jetzt fast aufgeholt.

      Aber zwischenzeitlich hatte ich auch widrige Internetbedingungen...

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  3. Danke noch mal fürs Mitnehmen. Im Gegensatz zum herbstlichen Schlaubetal finde ich die Bilder fast besser als das Original. Wir hatten auch einen ganz schön grauen Tag erwischt, es hätte aber auch schlechter sein können, denn es blieb ja trocken.
    Generell fand ich den Tag auch sehr gelungen und die Gesprächsthemen gingen nie aus ;-). Das mit der Ähnlichkeit ist mir übrigens schon vor Ort aufgefallen. Ist schon witzig.
    Das Kölsch ist vertilgt und für wiederholenswert befunden worden, die eine Sorte hat mich an irisches Bier erinnert (hoffentlich begehe ich jetzt keinen Frevel ;-).
    Hab eine schöne Heimreise, ein entspannt-intensives Verarbeiten der Erlebnisse und einen tollen Neustart.

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    1. Liebe Anett,

      ach, ich fand das gar nicht so schlecht mit dem Wetter - das hätte wirklich schlimmer sein können (s. Berlin). Ich hätte noch ewig bei Euch sitzen können, wenn ich nicht so beschwipst und müde gewesen wäre. :-) Und nein, irisches Bier ist lecker, kein Frevel.

      Danke noch mal für den tollen Tag und ich hoffe, Ihr habt jetzt ne schöne Zeit in den Bergen.

      Gruß
      Anja

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  4. Liebe Anja,
    sicher wirst Du die eine oder andere Station Deiner Reise noch einmal in farbenfrohen Jahreszeiten besuchen. Die Auswahl dafür ist ja riesig. Und wette, jeder von uns würde sich über einen erneuten Besuch freuen.

    Noch einmal danke fürs virtuelle mitnehmen!


    Liebe Grüße
    Rainer

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    1. Lieber Rainer,

      ich hoffe doch sehr, dass es nicht die einzigen Begegnungen bleiben. Das wäre zu schade.

      Danke fürs stetige Begleiten... Gruß Anja

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