Freitag, 19. Februar 2016

Tag 33 - Heimkehr

Probanden: Me and my mobile home

Sport: Wohnmobil ausräumen

Essen: German soul food: Sauerkraut mit Kartoffelstampf untereinander

Tja, das war nichts mit einer ruhigen Nacht. Zu viel Geräusche, die ich von entfernten Straßen und Zugstrecken wahrnehme. Ich hab schon viel Wohnmobil-Urlaube gemeinsam mit meinem Besten gemacht. Noch nie ist mir die Geräuschsensibilität so aufgefallen. Liegt sicherlich daran, dass in Canada oder Island in den Urlaubsgebieten so wenig Durchgangsverkehr ist. Die Verkehrsdichte und die vielen Stellplätze, die sich dem nicht entziehen können, rauben mir den Schlaf. In den Wohngebieten, in denen ich häufig genächtigt habe, war das meist anders. Aber auf offiziellen Stellplätzen ist es einfach meist laut.

Und so steht morgens mein Entschluss. Ich höre auf. Ich "ziehe" nicht bis Sonntag durch sondern ich fahre heim. 2 Tage früher. Ich gehe nicht über Los, ich ziehe keine 4.000 Euro ein und ich besichtige auch nicht mehr Münster.

Ich nutze die Entsorgungsstationen noch auf dem Campingplatz und bereite das WoMo soweit vor und dann gehts heimwärts. Zur Frühstückszeit laufe ich schon "Downtown Wohnort" ein, hole mir meine Lieblings-Sprossen-Brötchen und bekomme nen Parkplatz direkt vor der Haustür.

Wie immer, ist alles gut so, wie es kommt. Ich kann "alleine" im Heim einlaufen. Erstmal ankommen.

Der kleine Reisebär, den ich zu Hause vergessen hatte, hatte sich vor lauter Gram schon in mein neues Haushaltsgerät gestürzt. Diesen Blender von Kitchen Aid wollte ich schon lange haben und mangels Platz auf der Küche wurde der immer wieder "gestrichen". Mehr von meinem Besten, der ja bei uns der "Schmücker" ist. Aber nun genau von ihm hab ich das in meiner kurzen Karnevalspause überreicht bekommen... yeah.

Aber zurück zur Rückkehr. Ich gehe es langsam an. Stück für Stück hole ich meine Sachen aus dem WoMo. Meine Güte, was hab ich da alles mitgeschleppt - vor allen Dingen Küchenutensilien.

Ich hole eine Fuhre rauf, dann koche ich mir nen Soja-Latte aus der tollen Maschine, dann leg ich mich auf die Couch und schlafe ne Runde, dann lese ich das Buch von Frau Winnemuth weiter, dann ergebe ich mich dem Reiseblues und halte mich weiter mit dem Buch von Frau Winnemuth auf und weiß, dass ich damit nicht allein bin, also mit dem Reiseblues. Und dann hole ich die nächste Fuhre... usw.

So hab ich Zeit genug, in Ruhe anzukommen, bis mein Bester abends von der Arbeit kommt.

Ich hab so Lust auf Sauertkraut mit Kartoffelpü, dass ich mich noch mal in "normale" Klamotten begebe und zum Edeka latsche, um Kartoffeln zu holen. Es MUSS heute Sauerkraut untereinander geben. Ich brauch das und bekomme es.

Es ist das Ende der Reise aber auch noch nicht. 1-2 Einträge werden noch kommen. Auch der morgige Tag wird noch mit Ankommen beschäftigt sein und für mich werde ich das festhalten. Nicht in aller Tiefe aber ein bisschen. Und ein Fazit gibt es, schon fast fertig geschrieben. Hier ist also noch nicht Ende, liebe Leute. :-)

Kommentare:

  1. TRARA TRARA ANJA IST WIEDER DA !!

    Die Heimat hat dich wieder
    kaum zu glauben
    du bist wieder zu Hause
    wo du vor einer Ewigkeit gestartet bist
    voller Impressionen
    voller Gepäck
    kein Wunder, dass du dich erst ausruhen musst
    Willkommen zurück
    was für eine Reise !
    Und dann im eigenen Bett schlafen - YES !!!

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    1. Liebe Margitta,

      ja, wirklich eine Ewigkeit. Und trotzdem ging es schnell. So ist das ja immer. Das eigene Bett.. eine Wohltat!

      Gruß
      Anja

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  2. Liebe Anja,
    sehr anschaulich beschrieben, das Wieder-ankommen-Gefühl. Wahrscheinlich werden in Deinem Kopf noch eine ganze Weile die Reiseerlebnisse herumspuken, so viel wie Du erlebt hast!
    Danke fürs mitnehmen, es waren wunderschöne Eindrücke!
    Aber nun für Dich: Guten Start in den neuen Job!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,

      ja, die Eindrücke werden noch ne Weile brauchen und sicher wird mir die Reise ewig in Erinnerung bleiben. Danke, dass Du so regelmäßig mit an Bord warst.

      Gruß
      Anja

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  3. Um Münster ist es ja ein wenig schade, finde ich ;) Aber das ist der größte Vorteil an den Alleinreisen: man kann machen, was man will und wenn es an dem Tag zu Hause bei Sauerkraut am schönsten und das alles auch noch in erreichbarer Nähe ist und die Sehnsucht danach vorhanden, dann ist das eben so.

    Auf die weitere Berichte zur Reise freue ich mich - mit Resüme? Erkenntnis zu dem, was bleiben wird? der Moral von der Geschicht`?

    P.S. Deine Küche sieht (zumindest auf dem Foto) wie ein Wohnzimmer aus. Da ist es also, wo du so oft zu noch nachtschlafener Zeit die Wunderwerke für's Lalilu und andere Dinge zurechtzauberst.

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    1. Münster ist so nah, dass ich immer wieder hinfahren kann. Das lässt sich nachholen.

      Meine Küche ist ein Wohnzimmer bzw. Wohnzimmer und Küche sind eins. Hinter dem Foto noch die Küchenzeile .... ich mag offene Küchen auch wenn es Nachteile hat. Ich hab gedacht, ich zeig Euch auch mal mein Reich, wenn ich Eure Küchen und Wohnzimmer schon belagert hab. :-)

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  4. Liebe Anja,
    ich würde am liebsten schreiben: "Willkommen daheim", auch wenn ich dich nicht willkommen heißen kann, weil ich ja ganz woanders bin... Seltsam.
    Aber was ich damit sagen will: schön, dass du wieder gut bei dir daheim angekommen bist! :)

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    1. Liebe Doris,

      vielen Dank! Ach... ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder. :-)

      Gruß
      Anja

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